Der AWP informiert

Keine höheren Kosten bei Einführung einer „gelben Tonne“

Oberste Priorität im Bayerischem Abfallwirtschaftsgesetz hat die Abfallvermeidung. Denn Abfall, der nicht anfällt, muss nicht entsorgt werden. Die Statistiken zeigen jedoch, dass Kunststoffabfälle (Verpackungen) zunehmen. Leider bildet der Landkreis Pfaffenhofen keine Ausnahme. Derzeit wird nur etwa die Hälfte des bundesweiten Durchschnitts von Verkaufsverpackungen von 35 kg pro Einwohner und Jahr im Landkreis gesammelt. Die fehlende Menge ist nicht auf die Vermeidung von Kunststoffabfällen zurückzuführen, sondern befindet sich nachweislich im Restmüll. Im Landkreis Pfaffenhofen wird somit jährlich eine Menge von ca. 1800 Tonnen an Kunststoffverpackungen, Glas und Dosen der energetischen Verwertung zugeführt, obwohl diese recycelt werden könnten. Die Erfahrungen aus anderen Landkreisen, die von einem Bring- auf ein Holsystem umgestellt haben, zeigen, dass sich die Menge an Verpackungsabfällen erheblich erhöht hat und zugleich die Menge an Restabfall gesunken ist. Durch die Umstellung vom Bring- auf das Holsystem entstehen für die Bürgerinnen und Bürger keine weiteren Kosten. Die Kosten für die Erfassung und das Recycling von Verkaufsverpackungen werden bereits über den Einkaufspreis der verpackten Produkte durch den Verbraucher bezahlt. Eine Umgliederung im Gebührenhaushalt würde derzeit eine Gebührenerhöhung für eine 80 l Tonne (ausreichend für 5 Personen) i. H. v. jährlich 3,36 € bedeuten. Berücksichtigt man jedoch eine Einsparung beim Restmüll bewegt sich die Gebührenerhöhung gegen Null. Eine evtl. Einführung der gelben Tonne soll auf keinen Fall die Bürgerinnen und Bürger dazu auffordern mehr Kunststoffverpackungen zu kaufen, sondern die anfallenden Kunststoffverpackungen dem dualen System zu überlassen, sodass mehr Verpackungsmaterialien recycelt werden können. Auf der Homepage des AWP (www.awp-paf.de) erhalten alle interessierten Bürgerinnen und Bürger Antworten zu den meistgestellten Fragen zum Thema „gelbe Tonne“.
Der Kreistag wird sich in seiner nächsten Sitzung am 26. Oktober mit dem Thema befassen.

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